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WissenVorlage

Vorher messen: Was Ihre Automatisierung wirklich verändern soll

Ein Messprotokoll für Bearbeitungszeit, Wartezeit und Ausnahmen – mit Rechenbeispiel und CSV-Vorlage für Ihre Ausgangslage.

Damit arbeiten Sie weiter

Trennen Sie aktive Arbeit, Wartezeit und Nacharbeit, bevor Sie einen Nutzen hochrechnen.

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Drei Zeiten, drei unterschiedliche Entscheidungen

Eine Anfrage kann zwei Stunden liegen, obwohl jemand nur acht Minuten daran arbeitet. Wer die gesamte Durchlaufzeit als Personalaufwand behandelt, überschätzt die freisetzbare Kapazität. Wer nur aktive Minuten betrachtet, übersieht möglicherweise lange Wartezeiten für Kunden.

Tabelle – bei Bedarf seitlich scrollen

GrösseSo erfassen Sie sieWofür Sie sie brauchen
Aktive ZeitTatsächliche Arbeit aller Beteiligten am Fall, inklusive NacharbeitKapazität und Bearbeitungsaufwand
WartezeitZeit ohne aktive Bearbeitung zwischen den SchrittenÜbergaben und Reaktionsgeschwindigkeit
NacharbeitKorrekturen separat kennzeichnen; bereits in aktiver Zeit enthaltenQualitätsprobleme erkennen, nicht doppelt zählen

Beginnen Sie mit dem CSV-Messprotokoll. Nutzen Sie pseudonyme Fallkennungen statt Kundennamen. Leere Zeitfelder bedeuten «noch nicht gemessen»; tragen Sie nur für beobachtete null Minuten eine 0 ein.

Warum der Durchschnitt allein zu wenig erzählt

Das folgende Rechenbeispiel ist frei konstruiert: fünf Fälle benötigen 6, 8, 9, 12 und 45 aktive Minuten, insgesamt 80 Minuten. Der lange Fall ist als Ausnahme zu untersuchen. Er darf nicht einfach aus der Rechnung verschwinden.

Ein Datensatz – drei unterschiedliche Aussagen

Rechenbeispiel

16 Min.

Arithmetischer Mittelwert

80 aktive Minuten geteilt durch 5 Fälle. Der lange Fall beeinflusst den Mittelwert.

Rechenbeispiel

9 Min.

Median

Der mittlere Wert der sortierten Beobachtungen: 6, 8, 9, 12, 45.

Rechenbeispiel

45 Min.

Längster beobachteter Fall

Ein Hinweis auf eine Ausnahme; keine Aussage über alle künftigen Fälle.

Die Begriffe Mittelwert und Median folgen den NIST-Definitionen. Fünf konstruierte Fälle sind keine repräsentative Stichprobe und keine Arthova-Projektdaten. Für Ihre Planung brauchen Sie eine Auswahl, die normale Fälle, Rückfragen und relevante Ausnahmen umfasst.

Ein überschaubarer Start für Ihr Messprotokoll

Vom ersten Eintrag zur belastbaren Ausgangslage

  1. Grenze festlegen

    Definieren Sie Start und Ende des Ablaufs. Vereinbaren Sie, welche Personen und Korrekturen zur aktiven Zeit gehören.

    Ihr ErgebnisEine einheitliche Messregel für alle Beteiligten.

  2. Beobachtungen sammeln

    Erfassen Sie Fälle während einer normalen Arbeitsperiode. Fünf Arbeitstage können ein Start sein; seltene oder saisonale Abläufe brauchen einen anderen Zeitraum. Notieren Sie auch fehlende Messwerte.

    Ihr ErgebnisEin Protokoll mit Fallzahl, Zeitraum und erkennbaren Lücken.

  3. Ausnahmen erklären

    Prüfen Sie lange Fälle, manuelle Übergaben und fehlerhafte Ergebnisse. Halten Sie den Grund fest, statt unbequeme Werte zu löschen.

    Ihr ErgebnisEine getrennte Sicht auf Normalfälle und Ausnahmen.

  4. Vergleich vereinbaren

    Nutzen Sie dieselbe Prozessgrenze und vergleichbare Fallarten für einen späteren Vorher-nachher-Vergleich. Kontrollieren Sie Qualität und Nacharbeit mit.

    Ihr ErgebnisEine Baseline, die auch nach der Umsetzung noch vergleichbar ist.

Erst danach den Nutzen modellieren

Übertragen Sie gemessene aktive Zeit und realistisches Volumen in den Kapazitätsrechner. Wartezeit wird nicht zu eingesparter Arbeitszeit. Rechnen Sie Nacharbeit nicht zweimal und kennzeichnen Sie Werte, die weiter geschätzt sind.

Im Projekt Leopardo sind die rund sechs Stunden pro Woche als modellierte Entlastung aus einer Inhaberschätzung eingeordnet. Sie ersetzen keine eigene Baseline. Ob freigesetzte Kapazität tatsächlich zu weniger Kosten, mehr Leistung oder kürzeren Reaktionszeiten führt, muss der spätere Betrieb zeigen.

Ihre Arbeitshilfe

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Quellen & Einordnung

Die Arbeitsvorlage ist eine redaktionelle Ableitung von Arthova. Externe Quellen und eigene Projektnachweise sind getrennt verlinkt.

  1. NIST: Measures of Location
Zum dokumentierten Projekt
Vom Lesen ins Anwenden

Bringen Sie einen konkreten Ablauf mit.

Wir besprechen, was sich sinnvoll automatisieren lässt, welche Angaben fehlen und wie Sie die Wirkung prüfen können.

Ablauf besprechen

Der nächste sinnvolle Schritt

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